
Die Wundtherapie richtet sich nach der Art einer Wunde.
Es gibt Wunden durch Unfälle /Traumata, Wunden nach geplanten Operationen und chronische Wunden.
Wunden, die durch Unfälle entstehen, können entweder sofort mit einer Naht versorgt werden (innerhalb von 6 Std.) oder man muss die Verletzung offen lassen, wie z.B. oft nach einem Hundebiss. Wichtig im Verletzungsfall ist immer die Abklärung des Tetanus-Impfschutzes.
Nach operativen Eingriffen hat der Patient eine Wunde, die zunächst primär (sofort) verschlossen wurde mittels Naht oder Klammern. Im Verlauf der Heilung gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die primäre Wundheilung, das heißt die Wunde ist nach 10-14 Tagen mit Entfernung der Hautfäden verheilt, oder die sekundäre Wundheilung. Hierbei kommt es trotz Naht zu einer Entzündung, die Wunde muss geöffnet werden und sekundär, das heißt von unten nach oben, langsam zuheilen. Dies erfordert eine spezielle Wundtherapie.
Von chronischen Wunden spricht man, wenn nach 6 Wochen immer noch keine Wundheilung erzielt werden konnte. Chronische Wunden können nach Operationen auftreten mit Wundinfekten oder auch sponatan gebildet worden sein, z.B. bei einem Ulus cruris durch ein Venenleiden oder eine arterielle Durchblutungsstörung. Aber auch bei Diabetikern entstehen häufig Wunden an den
Füßen, die sehr verzögert heilen. (Diabetisches Fußsyndrom).
Die anspruchvollste Herausforderung an die Wundtherapie stellen chronische Wunden dar.
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